Aktuelle Gerechtigkeitsprobleme - Archiv


Internationale, ökonomisch bedingte Migration

In diesem Forschungsprojekt der "Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik" unter Leitung von Gerhard Kruip wurde die Arbeitsmigration auf internationaler Ebene analysiert. Dabei lag das Ziel der Studie auf der sozialethischen Reflexion des internationalen Migrationsgeschehens und der Erarbeitung von Empfehlungen, wie dieses unter den ökonomischen Gegebenheiten human zu gestalten sei. Inzwischen ist die Studie unter dem Titel "Ökonomisch motivierte Migration zwischen nationalen Eigeninteressen und weltweiter Gerechtigkeit" (Bonn 2005) veröffentlicht.

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Positive Pflichten

Ausgangspunkt des Projektes von Corinna Mieth ist die Frage, welche positiven Pflichten wir in Hinblick auf das Weltarmutsproblem haben. Daraus ergibt sich eine Unterscheidung vier verschiedener Arten von positiven Pflichten und ihrer jeweiligen Reichweite: Fürsorgepflichten, Nothilfepflichten, Wohltätigkeitspflichten und Gerechtigkeitspflichten. Ziel des Projekts ist die Bestimmung derjenigen positiven Pflichten, die sich auf soziale Menschenrechte beziehen. Meine These ist, dass diese positiven Pflichten Gerechtigkeitspflichten sind. 

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Menschenrecht auf Bildung

Seit März 2006 werden unter dem Titel „Das Menschenrecht auf Bildung“ grundlegende Fragen der Bildungsgerechtigkeit in einer Kooperation des fiph mit der Universität Bamberg bearbeitet. Dabei werden – als Beitrag zur anwendungsorientierten Grundlagenforschung – zwei Ziele verfolgt:

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Sinn für Ungerechtigkeit - ethische Argumentationen - globale Ordnungen

Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover und das Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Universität Münster tragen gemeinsam ein "Forschungslaboratorium" zum Thema

Sinn für Ungerechtigkeit - ethische Argumentationen - globale Ordnungen

Eingeladen wurden ca. 30 jüngere Wissenschaftlern/innen, die am Thema arbeiten. Die Gruppe ist interdisziplinär und überkonfessionell zusammengesetzt, so dass Binnendiskurse vermieden werden und möglichst interessante und anregende Kontroversen und Kooperationen entstehen können.

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Treffpunkt Ethik - Nachfrageorientierte Lernumgebungen für ethische Diskurse

Von Juni 2003 bis November 2006 führte das FIPH in Kooperation mit der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt Treffpunkt Ethik durch. Ausgangspunkt des Projekts war die Annahme, dass Verständigungsprozesse über ethische Fragen in unserer Gesellschaft über die Grenzen gesellschaftlicher Milieus, Schichten und Alterskohorten hinaus integrierend geführt werden müssen. Dies erfordert die Schaffung einer neuen Lernumgebung, die klassische soziale Lernformen und virtuelles Lernen wechselseitig aufeinander bezieht und neuartige nutzerorientierte Lernmöglichkeiten in einem bislang eher vernachlässigten Feld der allgemeinen Weiterbildung entwickelt.

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Die Motive Armut und Reichtum in der Kinder- und Jugendliteratur - ein Beitrag zur Werteerziehung

Das Problem der Armut von Kindern und Jugendlichen ist, wie das Forschungsprojekt von Dr. Elke Feustel darlegt, ein zentrales Thema der gesellschaftspolitischen Gegenwartsdiskussion. Die Datenlage ist alarmierend: Alle drei Sekunden stirbt gegenwärtig in den Entwicklungsländern ein Kleinkind unter fünf Jahren an einer armutsbedingten Krankheit und deren Folgen, rund ein Viertel aller Kinder unter fünf Jahren weltweit sind unterernährt, geschätzte 250 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren mussten im Jahr 2000 durch Kinderarbeit zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.

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Die Legitimation der politischen Ordnung im Kontext der Globalisierung

„Legitimation“ und „Legitimität“ sind zentrale Begriffe für moderne Demokratien. Und Legitimationsdiskurse sind eine notwendige Bedingung für die Verwirklichung der Demokratie. Die demokratischen Legitimationsprozesse fordern eine stärkere Teilnahme der Bürger am politischen Prozess als traditionelle oder diktatorische gesellschaftliche Ordnungen.

Es gibt viele Diskussionen, welche Rolle der Konsens über Grundwerte in der Gesellschaft für die politische demokratische Legitimation spielt, wie dieser Konsens durch die Rechtfertigung dieser Werte und Normen erreicht werden kann (dieser Prozess, in dem man nach einem Konsens sucht, ist selbst ein notwendiger Teil der Legitimation), sowie darüber, wie die Institutionalisierung dieser Normen und Werte im politischen Leben der Gesellschaft möglich ist.

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Sprachen - Gruppen - Rechte. Ein Beitrag zu den normativen Grundlagen moderner Gesellschaften

In multikulturellen Gesellschaften sind die normativen Grundlagen der Gemeinschaft problematisch geworden. Wegen der Vielzahl der beteiligten Kulturen kann sich die Bindung an einen gesellschaftsübergreifenden Wertehorizont nicht mehr aus einer substantiellen Sittlichkeit ergeben; andererseits vermag aber auch die liberale Ordnung individualistischer, egalitärer, universalistischer Rechte den solidarischen Zusammenhalt von Mitgliedern unterschiedlicher kultureller Provenienz nicht ohne weiteres zu garantieren.

In dem Maße, wie die Ressource einer gemeinsamen Wertbindung schwindet, ist aber die Funktionsfähigkeit demokratischer Gesellschaften bedroht. In einer solchen Situation muß es darum gehen, den Begriff einer "posttraditionalen Gemeinschaft" (Honneth) zu entwickeln, der einerseits geeignet ist, die liberalen Prinzipien der Gesellschaft als konstitutive Elemente einer gemeinsamen politischen Kultur auszuweisen, der andererseits aber auch jene kulturellen Voraussetzungen mitbedenkt, auf die je partikulare Entwürfe des guten Lebens zurückgreifen können müssen.

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