Kulturen der Anerkennung - Schatten der Differenz
Das Projekt „Kulturen der Anerkennung“ wurde 2001 auf Initiative von Wolfgang Vögele und Jörn Rüsen gegründet. In ihr schlossen sich fünf Institutionen zusammen:
- Evangelische Akademie Loccum
- Forschungsinstitut für Philosophie Hannover
- Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg
- Institut für Politische Wissenschaften der Universität Hannover
- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
Der Gruppe gehören folgende Mitglieder an:
- Wolf Ahmed Aries, Gütersloh
- Dr. Petra Bahr, Referentin an der Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft Heidelberg
- PD Dr. Heiner Bielefeldt, Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld
- PD Dr. Friedrich Jäger, Kulturwissenschaftliches Institut Essen
- Dr. Ian Kaplow, Mitarbeiter des Philosophischen Forschungsinstituts Hannover
- Prof. Dr. Gerhard Kruip, Direktor des Philosophischen Forschungsinstituts Hannover
- Prof. Dr. Jörn Rüsen, Präsident des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen
- Dr. Joachim von Soosten, Heidelberg
- Dr. Levent Teczan, Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Biele-feld
- Prof. Dr. Michael Vester, Institut für Politische Wissenschaften der Universität Hannover
- PD Dr. Wolfgang Vögele, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum
Zum Thema:
Wer den „Kampf der Kulturen“ verhindern will, muß den Dialog der Kulturen intensivieren und fördern. Diese Forderung ist inzwischen zum Allgemeinplatz politischer Stellungnahmen geworden. Dabei wird es in zahlreichen Beiträgen zum Dialog der Kulturen als wichtigste Aufgabe bezeichnet, eine ‚Kultur der Anerkennung’ hervorzubringen. Der Anerkennungsbegriff selbst hat im Verlauf der Debatten um Differenz und Gleichheit, Partikularität und Universalität, Identität und Verschiedenheit, das Eigene und das Fremde, Pluralismus und die Grenzen der Toleranz eine Erweiterung und Zuspitzung erfahren. Wenn Anerkennungsverhältnisse zur Diskussion stehen, dann wird sehr schnell deutlich, daß der Topos Anerkennung von Differenz das zentrale und hochnervöse Relevanzfeld der Beratung bildet. Ist und kann die Rede von einer ‚Kultur der Anerkennung’ – gerade unter dem normativen Gesichtspunkt der wechselseitigen Anerkennung von Differenz – mehr sein als eine suggestive Formel? Anerkennung von Differenz erscheint unter kommunikations-, sozial- und ethiktheoretischen Gesichtspunkten als eine Verknüpfung von Unvereinbarem. Liegt der Akzent auf wechselseitiger Anerkennung, dann kommen Symmetrieleistungen, Verknüpfungsformen und Verständigungsmöglichkeiten in den Blick. Beides will zusammengehalten werden.
Insgesamt hat die Gruppe fünfmal getagt:
- 13.-14.2. 2001
- 11.-12.9. 2001
- 11.-12.3. 2002
- 16.-17.9. 2002
- 21.11.2002
Die ersten vier Sitzungen fanden in der Evangelischen Akademie Loccum statt, die Sitzung am 21.11. im Forschungsinstitut für Philosophie Hannover.
Die Sitzungen waren jeweils so strukturiert, daß die Thesen und Texte der Gruppenmitglieder diskutiert wurden.
Vom 29. September bis 1. Oktober 2003 fand in Hannover eine Tagung zum Thema "Schatten der Differenz" statt. Die Vorträge und Tagungsergebnisse sind in teils überarbeiteter und erweiterter Form beim LIT-Verlag unter dem Titel "Schatten der Differenz. Das Paradigma der Anerkennung und die Realität gesellschaftlicher Konflikte" im Herbst 2006 erschienen.