Laufende Reihen und Buchpublikationen

Philosophie aktuell

In der Reihe Philosophie aktuell präsentiert das Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover einen Teil seiner Arbeiten.

Insbesondere dient sie zur Dokumentation der Tagungen, Symposien und Ringvorlesungen.


  • Philosophie als Erinnerung

    Philosophie als Erinnerung Julia Shestakova: Philosophie als Erinnerung. Dimensionen des Erinnerungsbegriffs im Anschluss an Schelling, Reihe: Philosophie aktuell Bd. 11, Berlin: Lit 2012,
    135 Seiten, 19,90 Euro

    Die Studie ist dem Phänomen des Nachdenkens über die Erinnerungs- und Gedächtnisproblematik am Ende des 18. und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gewidmet. Ziel ist es, die Tradition der "transzendentalen" Erinnerung in der Gedächtnis- und Erinnerungsgeschichte zu erschließen, und zwar unter besonderer Berücksichtigung von Schellings Überlegungen zur Erinnerung.

    Bei Schelling fungiert die "transzendentale" Erinnerung nicht nur als poetisch-melancholische Hervorbringung der verlorenen Vergangenheit; sie ist vielmehr die einzig mögliche Art und Weise, in der sich die Philosophie als Geschichte des Selbstbewusstseins entwickeln kann.


  • Der Neopragmatismus von Hans Joas

    Der Neopragmatismus von Hans Joas Sabine Schößler:
    Der Neopragmatismus von Hans Joas. Handeln, Glaube und Erfahrung, Reihe: Philosophie aktuell Bd. 10, Münster: Lit 2011,
    213 Seiten,
    19,90 Euro

    Hans Joas ist einer der international bedeutendsten deutschen Soziologen der Gegenwart und einer der profiliertesten Vertreter des Neopragmatismus. In der prägnanten und gut lesbaren Arbeit führt Sabine Schößler, Leiterin des Referats für Bildung, Kultur und Medien im Generalsekretariat des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, erstmalig in die Grundzüge seines Neopragmatismus ein und rekonstruiert die Entwicklung seines Denkens. Als tragende Säulen der Joas’schen Sozialtheorie kommen dabei eine systematische Handlungstheorie, die am Konzept eines kreativen Handelns ausgerichtet ist, sowie eine auf die Entstehung von Werten fokussierte Ethik in den Blick. Joas’ zentrale religionssoziologische Thesen werden ebenso entfaltet wie sein Verständnis von Menschenwürde und der Entstehung von Menschenrechten.


  • Kirche - Kernenergie - Klimawandel

    Kirche_Kernenergie_Klimawandel Eike Bohlken/Volker Drell/Mandy Dröscher/Thomas Hoffmann/Ansgar Holzknecht/Jürgen Manemann (Hg.): Kirche – Kernenergie – Klimawandel. Eine Stellungnahme mit Dokumenten, Reihe: Philosophie aktuell Bd. 9, Berlin 2010, 176 S.
    ISBN 978-3-643-10858-6 19,90 Euro.

    Die Stellungnahme „Kirche, Kernenergie, Klimawandel“ versteht sich als Fortführung der kirchlichen Debatten über die Zukunft und Zulässigkeit der Kernenergie. Im Zentrum der philosophischen Argumentation steht die Aufgabe einer Energiewende – als Abkehr von einer Zivilisationsform, deren Verhältnis zur Natur wesentlich durch Beherrschung und Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen bestimmt ist. Nach Einschätzung der Autoren ist die weitere Nutzung der Kernenergie gemeinwohlschädigend.

    Die bereits öffentliche intensiv diskutierte Stellungnahme wird hier zusammen mit maßgeblichen katholischen und evangelischen Dokumenten publiziert. Dieser erste umfassende Überblick über die kirchlichen Debatten soll zu weiteren Diskussionen anregen.

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  • Fehlbarkeit und Fähigkeit

    Greisch_Fehlbarkeit Jean Greisch: Fehlbarkeit und Fähigkeit. Die philosophische Anthropologie Paul Ricoeurs.
    Reihe: Philosophie aktuell Bd. 7, Berlin 2009, 208 S.
    ISBN 978-3-8258-1558-5
    24,90 Euro

    Paul Ricoeurs Anfang der sechziger Jahre entworfene Anthropologie der Fehlbarkeit verwandelt sich dreißig Jahre später in eine Phänomenologie des "fähigen Menschen". Seine Analyse der menschlichen Grundfähigkeiten erschließt neue "Wege des Anerkennens", in denen sich die Fragen "Was ist der Mensch?" und "Wer sind wir?" miteinander verkreuzen.

    Die Publikation beruht auf den Vorträgen, die Jean Greisch im Rahmen des „Meisterkurses Philosophie“ im Frühjahr 2008 in Erfurt gehalten hat.


  • Agro-Gentechnik

    Publikation_Agro-Gentechnik Volker Drell, Christian Thies (Hg.): Agro-Gentechnik. Zum Für und Wider einer neuen landwirtschaftlichen Technologie.
    Reihe: Philosophie aktuell Bd. 8, Berlin 2008, 120 S.
    ISBN 978-3-8258-1563-9
    17,80 Euro

    Über den Nutzen oder Schaden der Gentechnik für die Landwirtschaft wird schon lange diskutiert. Aber seitdem auch in Deutschland gentechnisch veränderter Mais angebaut werden soll, hat sich die Debatte über die „Grüne Gentechnik“ bzw. die „Agro-Gentechnik“ noch einmal verschärft. Welche Möglichkeiten bietet diese neue Technologie, welche Risiken birgt sie? Dazu äußern sich in diesem Band Biologen, Juristen, Politiker, Theologen und Philosophen; sowohl Befürworter wie Gegner kommen zu Wort.

    Im Anhang des Buches werden zwei Texte dokumentiert: zunächst die zentralen Passagen aus der aktuellen Fassung des Gentechnik-Gesetzes, dann die im November 2007 verfasste Stellungnahme des Kommissariats der deutschen Bischöfe (Katholisches Büro Berlin) zu dessen letzter Änderung. Hinzu kommen zwei Beiträge aus dem fiph: Mit einer ausführlichen Einleitung führt Christian Thies in die Debatte ein und stellt die wichtigsten Argumente vor. Am Ende findet sich eine Empfehlung von Gerhard Kruip unter dem Titel „Soll die katholische Kirche auf eigenem Boden den Anbau gentechnisch veränderter Organismen erlauben?“.


  • Vertrauen im Ungewissen

    Publikation_Vertrauen Michael Fischer, Ian Kaplow (Hg.): Vertrauen im Ungewissen. Leben in offenen Horizonten. Reihe: Philosophie aktuell Bd. 6, Berlin u.a. 2008, 120 S.
    ISBN 978-3-8258-1174-7
    19,90 Euro

    Vertrauen im Ungewissen untersucht das aktuelle Phänomen Vertrauen aus einer interdisziplinären Perspektive, mit Beiträgen von namhaften Philosophen, Soziologen, Theologen und Sozialpsychologen.

    Unsere Welt verändert sich rasant. In den letzten Jahrzehnten sehen wir uns Phänomenen wie 9/11, Hartz IV, dem Skandal der Pariser Société Générale und dem sich beschleunigenden Klimawandel ausgesetzt, die das Vertrauen der Menschen in ihre Sicherheit, in den Staat, in die Wirtschaft oder gar in die Welt selbst in Frage stellen. Wie viel Vertrauensverlust verträgt der Mensch überhaupt?

    Seit Luhmann 1968 sein Werk "Vertrauen" veröffentlichte, hat sich die Welt verändert. "Vertrauen im Ungewissen" untersucht diese aktuellen Phänomene aus einer interdisziplinären Perspektive. Das Buch basiert auf einer gleichnamigen Tagung des fiph im Herbst 2006, bei der namhafte Philosophen, Soziologen, Theologen und Sozialpsychologen zusammengekommen sind, um miteinander die Fragen kritisch zu behandeln: Was ist denn überhaupt Vertrauen? Wie kann man Vertrauen gegenüber anderen Menschen oder Institutionen bilden – und wann geht es verloren? Es wird versucht, verschiedene Ansichten auf diese komplexen Phänomene systematisch zusammenzubringen, indem neue Entwicklungen in der wissenschaftlichen Vertrauensforschung, die über Luhmanns Werk hinausgehen, mit einem geschärften Blick für aktuelle Ereignisse gepaart werden.


  • Gerechtigkeiten

    Gerechtigkeiten Gerhard Kruip, Michael Fischer (Hg.): Gerechtigkeiten - Hannoversche Zwischenrufe 2006. Reihe: Philosophie aktuell Bd.5, Berlin u.a. 2007, 184 S.
    ISBN 978-3-8258-0121-2
    17,90¤

    "Das ist doch ein himmelschreiende Ungerechtigkeit!" So reagieren vielen Menschen auf beschleunigte gesellschaftliche Veränderungen. Anderen hingegen erscheint der vorherige Zustand als ungerecht, sie empfinden vielmehr die Veränderung als gerecht. Oft ist also gar nicht klar, was "Gerechtigkeit" eigentlich bedeutet. Wechselt man Perspektiven, sowie räumliche und zeitliche Kontexte, muss offenbar von "Gerechtigkeiten" gesprochen werden. Im Dialog der Disziplinen laden die "Hannoververschen Zwischenrufe" zu einer engagierten und sachorientierten Debatte dieser Fragen ein.


  • Schatten der Differenz

    Schatten der Differenz Gerhard Kruip, Wolfgang Vögele (Hg.): Schatten der Differenz Das Paradigma der Anerkennung und die Realität gesellschaftlicher Konflikte. Reihe: Philosophie aktuell Bd. 4, Berlin u.a. 2006, 368 S.
    ISBN 3-8258-8197-0
    24.90 ¤

    Wer den Kampf der Kulturen verhindern will, muss eine Kultur der Anerkennung fördern. Diese Maxime ist zum Gemeinplatz politischer Stellungnahmen geworden. Der Anerkennungsbegriff ist aber in den Debatten um Differenz und Gleichheit, Partikularität und Universalität, Identität und Verschiedenheit, das Eigene und das Fremde selbst zum Problem geworden. Kann die Kultur der Anerkennung mehr sein als eine suggestive Formel? Die Beiträge dieses Bandes gehen dieser Frage nach und sichen nach Perspektiven für eine Kompetenz der Interkulturalität.


  • Feindliche Übernahmen?

    Feindliche Übernahmen Gerhard Kruip, Michael Fischer (Hg.): Feindliche Übernahmen? Zur Dynamik gesellschaftlicher Grenzüberschreitungen. Reihe: Philosophie aktuell Bd. 3, Berlin u.a. 2007, 128 S.
    ISBN 978-3-8258-8126-9
    14,90¤

    Wenn die gewohnten Grenzen zwischen Politik und Religion zu verschwimmen drohen, die Medien politischen Ineressen unterworfen werden, das Fernsehen für Werteorientierung wichtiger als die Kirchen zu sein scheint oder das Geld in der Wissenschaft eine immer größere Rolle spielt - haben wir es dann mit "feindlichen Übernahmen" zu tun, die die Grenzen der Funktionssysteme moderner Gesellschaften gefährden? Sind Grenzüberschreitungen nicht auch manchmal wünschenswert? Was bedeutet es überhaupt, wenn die moderne Gesellschaft als funktional differenziert beschrieben wird?


  • Als gäbe es Ihn nicht - Vernunft und Gottesfrage heute

    Als gäbe es Ihn nicht Gerhard Kruip, Michael Fischer (Hg.):Als gäbe es Ihn nicht - Vernunft und Gottesfrage heute. Reihe: Philosophie aktuell. Bd. 2, Berlin u.a. 2006, 240 S.
    ISBN 3-8258-9439-8
    19,90¤

    Moderne Gesellschaften scheinen das Zusammenleben ihrer Menschen ohne Gott zu regeln. Viele Menschen führen ihr Leben so, als gäbe es Ihn nicht. Doch die Frage nach Ihm drängt sich immer wieder auf. Und es gibt Momente, in denen eine Ahnung davon spürbar wird, dass das Menschsein des Menschen auf dem Spiel stände, wenn diese Frage abgewiesen würde oder sich nicht mehr stellen ließe.

    Solche Fragen und Momenten ging das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover in seiner Ringvorlesung 2005 "Als gäbe es Ihn nicht - Vernunft und Gottesfrage heute" nach, deren Beiträge hier dokumentiert werden.


  • Nach Kant: Erbe und Kritik

    Nach Kant Ian Kaplow (Hg.): Nach Kant: Erbe und Kritik Reihe: Philosophie aktuell Bd. 1, Berlin u.a. 2005, 264 S.
    ISBN 3-8258-8905-x
    19,90¤

    Sicherlich wären viele der heutigen philosophischen Ansätze nicht ohne Immanuel Kant denkbar. Verdanken wir Kant aber nur deren Entstehung oder ist sein Erbe auch heute noch gültig? Als Kant in der Kritik der reinen Vernunft auf die epistemologischen Grenzen des Denkens hingewiesen hat, bestimmte er sowohl den Anspruch als auch den Geltungsbereich des Philosophierens. Hat Kant in dieser Hinsicht das letzte Wort gesprochen, oder müssen wir über ihn hinaus gehen? Kann man sich mit Kant den Herausforderungen der Bioethik, der neuen Erkenntnisse in der Gehirnforschung, des Verlangens nach einer globalen Rechtsordnung, der kulturellen und religiösen Identität innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft stellen?


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